traumasensible begleitung

arbeit

wer von bindungs- bzw. entwicklungstrauma betroffen ist, erfährt das leben nicht, wie es wirklich ist, sondern kann es nur gefärbt durch die destruktiven beziehungserfahrungen der kindheit wahrnehmen.

aus evolutionsbiologischer sicht stellen diese frühen, zutiefst einschneidenden trennungsprozesse eine massive gefahr für das überleben des noch nicht vollständig ausgereiften organismus dar.

das autonome nervensystem schaltet dabei in einen aus der reptilienzeit stammenden notzustand. aus heutiger sicht ist dieser nicht mehr adäquat und geht nicht ohne konsequenzen einher.

was hinterbleibt, ist eine nicht entladene kampf- oder fluchtenergie, verbunden mit einer projektion dahingehend, dass angeblich gefahr von einem anderen menschen droht, sobald es zu mehr kontakt und einem vertieften austausch kommt.

wird dieser unbewusste grundgedanke durch gezielte fragen ermittelt und mit der heutigen realität abgeglichen, geht die gesamte physiologie in eine tiefe entspannung über.